F.T. Adler 1893 – Kiel Rugby

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  42:10 in Braunschweig: Vierter Sieg in Folge für Kiel Rugby

 

Die Rugbyjungs der FT Adler aus Kiel hatten einiges zu feiern, als sie kurz vor Neun am Samstagabend aus dem Teambus stiegen.

Von einem gelungenen Auftakt zu sprechen wäre untertrieben. Durch die ersten vier Spiele nach dem Aufstieg in die 2. Rugby-Bundesliga mit vier Siegen zu kommen, damit hätte beim besten Willen keiner gerechnet.

Und Wille war auch diesmal das Grundgerüst zum Sieg.

Nachdem schon die ersten drei Siege hart umkämpft und knapp über eine aufopferungsvolle Defensivarbeit errungen wurden, waren es auch dieses Mal die Stürmer, die dafür sorgten, dass die Welfen aus Braunschweig auf eigenem Platze auf Distanz gehalten wurden.

 

„Das ist unsere Aufgabe.“ sagt auch erste-Reihe-Stürmer Benjamin Meder, der im Spiel seinen ersten Versuch feiern durfte. „Wir Stürmer leisten viel „unsichtbare“ Arbeit, um unsere Hintermannschaft in Szene zu setzen. Wir sehen uns als ein essenzielles Rad im Getriebe.“

„Sozusagen als Fahrgestell, ohne das der Karnevalswagen zwar hübsch wäre, aber nicht vorwärts käme.“, ergänzt sein Mitstürmer Ingmar Jaschok aus der zweiten Reihe, der in den letzten 20 Minuten eingewechselt wurde, um mit frischer Kraft das Ergebnis zu sichern.

Und zum ersten Mal in dieser Saison kam die Hintermannschaft auch so richtig in Fahrt.

Viele im Training einstudierte Abläufe konnten nahezu perfekt abgerufen werden.

„Es ist schön, wenn harte Arbeit Früchte trägt.“ konstatiert ein zufriedener Piet Schönherr, der auch auf neuer Position dem Spiel seinen Stempel aufdrücken konnte.

„Durch die großartige Trainingsbeteiligung in den letzten Wochen konnten wir viel mit den Mannschaftsteilen arbeiten und das macht sich einfach bemerkbar.“

Auch Alwin Klick, der sich mit dem früh an der Wade verletzten Christian Droll die Spielertrainerrolle teilt klang zufrieden: „Wir haben dem Druck der neuen Favoritenrolle standhalten können und unseren Stiefel heruntergespielt.“

 

Die Welfen aus Braunschweig waren mit drei Niederlagen und nur einem Sieg in die Saison gestartet, was den Förderuggern die angesprochene Favoritenrolle bescherte.

 

Nach etwas nervösen ersten fünfzehn Minuten mit Unsicherheiten auf beiden Seiten konnten sich die Adler über schnell und kurz gespielte Sturmphasen vor dem gegnerischen Malfeld in Position bringen. Nach einigen energisch verteidigten Anläufen konnte Prop Benjamin Meder mit einem beherzten Hechtsprung den letzten Meter bis über die Mallinie überwinden – 5:0.

Nur Minuten drauf baute der auch dieses Spiel wieder als Kicker einspringende Piet Schönherr die Führung durch einen Straftritt aus halbrechter Position auf acht Punkte aus.

 

Nach einer halben Stunde ohne weitere erzielte Punkte auf beiden Seiten, musste der stark spielende Kapitän und Hakler Christian Droll mit einer Wadenverletzung ausgewechselt werden und wurde vom mitgereisten Veteranen Tilo Friedrich Baron von Donner ersetzt.

Doch auch dies konnte die Kieler Entschlossenheit nicht schwächen und sie konnten trotz der neu besetzten Haklerposition die Gedränge dominieren.

 

Kurz vor der Hälfte schafften es die Adler mittels schnellen Spieles über die Hintermannschaft den starken Schluss Niklas Michel einzusetzen, der mit einem unwiderstehlichen Lauf entlang der rechten Seitenauslinie die Überzahl nutzen konnte und auf 13:0 ausbaute.

Den Schlusspunkt der ersten Halbzeit aber bereitete Torsten Weise, der mit einem Geistesblitz in einen gegnerischen Pass hineinspritzte und damit Sturm und Hintermannschaft gleichzeitig aushebelte. Er ersparte sich den langen Lauf ins Malfeld durch einen gezielten Offload auf Piet Schönherr, der, nachdem Weise die nacheilende Verteidigung auf sich gezogen hatte, nur noch vollenden musste.

Halbzeitstand 18:0

 

Zu Beginn der zweiten Hälfte machten die Adler weiter wie sie aufgehört hatten und dominierten die Gedränge.

Auch die Gassen, die die Gastgeber aus Braunschweig zu Spielbeginn geschickt verzögerten und den zu früh gegenspringenden Adlern damit einige Strafsituationen einbrachten, wurden sicherer.

Die gewonnene Sicherheit konnte durch einen sehr konzentriert spielenden Alwin Klick in einen Versuch umgemünzt werden, dessen Erhöhung Piet Schönherr aus zentraler Position auf 25:0 verwandeln musste und es auch tat.

 

Das Gefühl, dass die Sache nach so sicherer Führung im letzten Spieldrittel zum Selbstläufer werden würde, straften die Braunschweiger durch zwei kurz aufeinanderfolgende Versuche Lügen.

„Jetzt muss hier aber was passieren!“ kommentierte der verletzt mitgereiste Christoph Trautvetter die Situation im teaminternen Liveticker und tatsächlich; die Kieler erkämpften sich in den kommenden Minuten das Momentum zurück.

Piet Schönherr, in Braunschweig Hans Dampf in allen Gassen, tankte sich durch vier verteidigende Welfen und legte im Kontakt auf Jan Dreves ab, der den Zähler auf 30 Punkte für die Kieler stellte, was Schönherr auf 32 erhöhte.

Doch mit diesem Spielstand gaben sich die Kieler noch nicht zufrieden. Sie brannten auf mehr und spielten sich weiter vor dem gegnerischen Malfeld fest, verpassten es aber, den Ball über die Linie zu pumpen.

Der heute vor überschäumendem Spielwitz sprudelnde Torsten Weise überraschte Mit-, wie Gegenspieler ein weiteres Mal. Der Routinier hakelte sich den Ball auf kurze Distanz an der linken Außenlinie aus einem zusammengebrochenen Maul heraus und überwand den letzten Meter springend, während sich Sturm und Verteidigung auf der anderen Seite des Spielerhaufens auf Bruchläufe vorbereiteten.

 

Den Schlusspunkt setzte wieder Jan Dreves, der eine Überzahl auf Rechtsaußen nutzen konnte und den Spielstand auf 42:10 setzte.

 

Der Endstand war Ausdruck von Selbstbewusstsein und Spielfreude, die sich die Kieler Adler in den letzten Wochen erarbeitet haben. „Wir haben noch viel zu tun um in dieser Liga bestehen zu können. Die Siege in den letzten Partien sind großartig und bescheren uns ein Polster nach unten, auf diesem aber darf sich keiner von uns ausruhen.“ lässt sich Teammanager Piet Schönherr zitieren.

Der ganze Sturm um Christian Kronberg konnte überzeugen und rieb sich in Tackles und Rugs genau so auf, wie in harten Läufen.

Durch den neugewonnenen Sponsor, das Reiseunternehmen Andreßen aus Nortorf, können die Förderugger auch in Zukunft bei den Auswärtsspielen den Fokus mehr auf das Spiel legen und ohne Umstiege bei der Bahnfahrt, oder enge Autofahrten konzentriert und ausgeruht antreten.

 

Die Braunschweiger kommentierten die Niederlage auf ihrer Facebookseite mit der schon während des Spieles an den Tag gelegten Fairness: „Kiel hat verdient gewonnen! Wir schaffen es nicht unser Können abzurufen.“

„Wir müssen die Braunschweiger auch nochmal loben,“ besteht Benjamin Meder, „den Willen haben sie gezeigt und sie haben zu keinem Zeitpunkt zurückgesteckt oder aufgegeben. Es war ein richtig hartes aber sehr faires Spiel“ sagt der von achtzig harten Minuten gezeichnete Student nach dem Spiel, „aber im Moment zahlt sich unsere gute Trainingsarbeit aus.“

 

Der Tenor ist, dass sich alle Mitgereisten über die starke Teamleistung bewusst waren und freuten. Der gesamte Kader wurde genutzt und alle eingesetzten Spieler zeigten bei ihren Aktionen den  Kampfgeist, der die Kieler vor dem Spiel in die angesprochene Favoritenrolle gebracht hatte.

 

In der nächsten Zeit erwartet die Kieler auch weiter ein hartes Programm. Am kommenden Samstag steht das Rückspiel in Hannover gegen die „78“ an, das zu einer ähnlich engen Kiste zu werden droht wie das Hinspiel in Kiel vor einigen Wochen.

Es bleibt spannend was die nächste Zeit bringt.

 

Aktuell freuen sich die Kieler über die geschaffene Ausgangslage und sind hungrig auf mehr. Dazu passt auch gut, dass gelungene Werbeaktionen viele interessierte Neulinge ins Training zogen.

Kiel Rugby konnte sich in den letzten Wochen über bis zu vierzig Teilnehmer freuen, was den Spielertrainern die Möglichkeit bot, die Anwesenden während der Trainingszeiten (montags und mittwochs, 19 bis 21 Uhr) in Gruppen aufzuteilen und individuell zu trainieren.

Diese abgestimmten Übungen bieten die Möglichkeit, bei den Neuen die Grundlagen zu legen, während in den Mannschaftsteilen des Wettkampfteams Feinheiten gefestigt werden.

 

Als Abschluss für den, über die Mannschaftsleistung großartig gestalteten Sportsamstag, schauten sich die Männers vom Peters-Platz gemeinsam das aufgezeichnete Finale des Rugby World Cups an. Das war schon um 17 Uhr angekickt worden, weswegen sich die Sportler für den Rückweg ein Smartphone-Verbot auferlegt hatten und bei Bier, Gulasch und ihrem Lieblingssport den Tag ausklingen ließen.

2. Bundesliga Nord

Die nächsten

 

Spieltermine:

 

1. Herren

Sa. 03.09., 15:00 Uhr  RFC Paderborn - FT Adler Kiel

Sa, 17.09., 15.00 Uhr  FT Adler Kiel - Germania List II

Sa. 01.10., 14.00 Uhr  Bremen 1860 - FT Adler Kiel

Sa. 22.10., 14.00 Uhr  FT Adler Kiel - SG Odin/Döhren

So. 30.10., 14.00 Uhr  DRC Hannover - FT Adler Kiel

 

Alle Heimspiele finden auf dem Prof.-Peters-Platz statt.

Alle Spieltermine findest du auch bei RugbyWeb.de


Damen

Termine folgen.


Jugend

Turnier der Mannschaften

U8-U12 am 08.11.2015 in Kiel

 

Trainingszeiten:

 

1.+2. Herren

Montags, Mittwochs und Freitags

von 19 bis 21 Uhr

auf dem Prof.-Peters-Platz.


Damen

Montags und Mittwochs

von 19 bis 21 Uhr

auf dem Prof.-Peters-Platz.


Jugend U-18, U-16, U-14

Montags und Mittwochs

von 17:30 bis 19 Uhr

auf dem Prof.-Peters-Platz.


Jugend U-12, U-10,  U-8

Montags und Mittwochs

von 17:30 bis 19 Uhr

auf dem Prof.-Peters-Platz.

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